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Zur Geschichte des Ortes: Ur-   und   frühgeschichtliche   Funde   lassen   bereits   den   Schluss   zu,   dass   in   der   Pohlitzer   Flur   zumindest   seit   dem   Neolithikum   (Jungsteinzeit)   eine   Siedlung bestanden   haben   könnte.   Besonders   die   aufgefundenen   Bestattungen,   die   zu   einer   frühen   Friedhofsanlage   gehören   dürften,   stützen   diese   Annahme.   Auch   die   in der   Nähe   des   Dorfteiches   erhaltene   Bebauung   könnte   auf   einen   Anger   als   Siedlungskern   hindeuten,   der   erst   später   entlang   der   Dorfstraße   zum   früheren Rittergut und darüber hinaus erweitert wurde. Heute ist die Dorfanlage in großen Teilen als Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer   Urkunde   genannt.   Mit   diesem   Rechtsakt   wird   das   Haus   Langenberg   nebst   Zubehör   von   den   Vögten   von Plauen   an   die   Vögte   von   Gera   verpfändet.   Unter   den   zugehörigen   Dörfern,   die   in   der   Urkunde   aufgezählt   werden,   wird   auch   der   Ort   „Palicz“,   das   heutige   Pohlitz erstmals schriftlich erwähnt. Territorial   gehörte   Pohlitz   damit   zum   Gebiet   der   Vögte   von   Gera,   deren   Nachfolger   später   bis   zur   Beseitigung   der   Monarchien   durch   die   Novemberrevolution   das Fürstentum Reuß jüngere Linie (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an   Caspar   von   Etzdorf   verkauften.   Von   den   Herren   von   Etzdorf   gelangte   es   im 16. Jahrhundert an die Herren von Wolframsdorf und Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Ort Teil der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich   gehörte   Pohlitz   bis   zur   Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und   wurde   danach   der   Kirche   in   Langenberg   unterstellt.   Heute   wird   Pohlitz   vom   Pfarramt   in Köstritz mit betreut. Nachweislich gab es seit 1568 eine Schule in Pohlitz. Über   viele   Jahrhunderte   war   der   Ort   ein   Bauerndorf,   die   Einwohner   verdienten   ihren   Lebensunterhalt   fast   ausschließlich   durch   die   Landwirtschaft.   Erst   ab   der Mitte   des   19.   Jahrhunderts   trat   mit   der   Anbindung   an   die   Eisenbahnlinie   Gera   –   Weißenfels   (später   Gera   –   Zeitz   –   Leipzig)   und   der   Ansiedlung   von   Saline   und chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine   Veränderung   ein.   In   deren   Gefolge   nahmen   zahlreiche   Arbeiter,   Handwerker   und   Angestellte   ihren   Wohnsitz   in   Pohlitz.   Das Ortsbild und die sozialen Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die   Einwohnerzahlen   waren   lange   Zeit   relativ   konstant   und   wurden   Ende   des   18.   Jahrhunderts   mit   170   in   29   Häusern   (ohne   Vorwerk,   Kirche   und   Schule) angegeben. Um   1850   wird   über   den   Ort   geschrieben:   „Das   ganze   Dorf   besteht   aus   dem   …   Rittergütchen,   12   Pferdegütern,   7   Handgütern,   12   Häuslern,   1   Gemeindehaus,   1 Hirtenhaus,   aus   der   ehemaligen   Försterwohnung   und   der   Schulwohnung,   also   36   Wohnhäusern,   in   welchen   gegenwärtig   213   Personen   wohnen“.   G.   Brückner berichtet   1871   in   seiner   Volks-   und   Landeskunde   für   das   Fürstentum   Reuß   j.L.,   dass   unter   Einschluss   von   Bahnhof,   Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus   3 Kommunalgebäuden   und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten   hier   in   71   Familien   345   Einwohner.   Die   Einwohnerzahlen   entwickelten   sich von 467 (1891) über 700 (1915), 730 (1926) bis zu 1063 (1939, einschließlich 140 Saarländer). Die Ortsflur hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die   Heimsuchungen   durch   plündernde   Soldaten   während   des   30jährigen   Krieges.   1641   wütete   die Pest   im   Ort.   Am   22.03.1723   legte   ein   großes   Feuer   fast   den   ganzen   Ort,   einschließlich   der   Schule   und   der   Kirche   in   Schutt   und   Asche.   Weitere   große   Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit   wurde   Pohlitz   in   naturwissenschaftlichen   Kreisen   durch   den   Meteoriten   bekannt,   der   am   13.10.1819   auf   dem   Rothe´schen   Feld   einschlug.   Selbst   der Geheimrat Goethe interessierte sich für den Stein. Heute sind Teile des Meteoriten weltweit in großen naturwissenschaftlichen Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung   der   Gemeindeangelegenheiten   gibt   erstmals   ein   im   Jahr   1659   durch   den   Amtmann   in   Gera,   Oswaldt   Leupoldt ausgestellter   Gemeindebrief   Auskunft.   Im   Detail   werden   hier   die   Aufgaben   des   Gemeindeschulzen,   die   Rechnungslegung,   das   Gemeindebier,   das   Reinigen   der Brunnen, der Puppenzins, die Feuerschau, die Nutzung des Baches oder der Gemeindewiesen geregelt. Erst   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Gemeindeordnung   im   Fürstentum   Reuß   j.L.   am   13.02.   1850   erfolgte   eine   grundsätzliche   Neuordnung   der   rechtlichen Grundlagen.   Nunmehr   regelten   neben   dem   Bürgermeister   (Gemeindevorstand)   eine   gewählte   Gemeindevertretung   (Gemeinderat)   alle   kommunalpolitischen Angelegenheiten. 1861 wurden diese grundsätzlichen Bestimmungen durch ein Ortsstatut für die Gemeinde Pohlitz ergänzt. Am   01.09.1923   wurde   die   Gemeinde   Pohlitz   auf   der   Grundlage   des   Kreiseinteilungsgesetzes   zwangsweise   nach   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Letztlich   hatte   diese Eingemeindung vorerst keinen längeren Bestand, denn bereits am 01.08.1924 wurde sie wieder rückgängig gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch   die   amerikanische   Besatzungsmacht   das   endgültige   Ende   der   politischen Selbständigkeit. Durch Gesetz des Landes Thüringen wurde diese Eingemeindung 1946 rückwirkend zum 26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach 1990 erhielt Pohlitz durch einen Ortschaftsrat und einen Ortsbürgermeister ein Mitbestimmungsrecht in Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz, 2014 Der Ortsname und seine Deutung:   Der   Ortsname   Pohlitz,   1364   als         P   a   l   i   c   z   ,   1393   als         P   o   l   i   c   z   ,   P   a   l   i   c   e      und      P   o   l   i   t   z      bezeugt,   stammt   entweder   vom   südslawischen         p   o   l   e      =      Feld, Ebene oder  bezogen auf  P a l i c z  vom altslawischen  p a l i t i   =  brennen, d.h. den Wald durch Abbrennen zum Schwinden bringen, ab. Pohlitz,   im   Volksmunde   „Pulz“,   gehörte   mit   weiteren   Dörfern   der   Umgebung   zu   den   alten   Amts-   und   Küchendörfern   der   Herrschaft   Gera,   die   seit   der   sorbischen Zeit, Spann- und Handfrone für die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz,   das   reußische   Nizza,   ist   der   wärmste   Ort   im   früheren   reußischen   Unterlande,   liegt   am   Ausgang   des   Borntales   zur   Elsteraue   und   steigt   von   der Elstertalsohle   nach   dem   dortigen   Weinberg   sacht   an.   Der   Kranz,   der   den   Ort   umgebenden   Berge   (bis   296   m)   im   Norden   und   Osten   (Pöhle,   Vieberg,   Weinberg, Robener- und Pönigsberg) sowie die Talsohle im Westen und Süden machen die Lage des Ortes mild, gesund und angenehm. Der   geologische   Untergrund   (Zechstein   und   Auelehm)   aber   tut   ein   Übriges   zur   günstigen   Bodenkultur   seiner   Flur,   seines   Feld-   und   Obstbaues,   der   Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung Heute ist Pohlitz ein schmuckes und aktives Dorf mit zeitgemäßer Infrastruktur und sehenswerter Natur. Besuchen Sie uns doch einmal, wenn Sie in der Nähe sind. Es gibt viele Wege, die nach Pohlitz führen.
Bildergalerie:
Weitere Details finden Sie in der Chronik: „Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz“
Chronik Pohlitz Chronik Pohlitz
Pohlitz (50.9385,12.0249 - 178m ü.NN) liegt   östlich   der   Stadt   Bad   Köstritz,   am   Fluss   „Weiße   Elster“,   am   Fuß   und   Hang   der   Elsterauen   (südlich exponierte Hänge).
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Zur Geschichte des Ortes: Ur-    und    frühgeschichtliche    Funde    lassen bereits     den     Schluss     zu,     dass     in     der Pohlitzer      Flur      zumindest      seit      dem Neolithikum   (Jungsteinzeit)   eine   Siedlung bestanden    haben    könnte.    Besonders    die aufge-fundenen   Bestattungen,   die   zu   einer frühen    Friedhofsanlage    gehören    dürften, stützen   diese   Annahme.   Auch   die   in   der Nähe   des   Dorfteiches   erhaltene   Bebauung könnte   auf   einen   Anger   als   Siedlungskern hindeuten,    der    erst    später    entlang    der Dorfstraße    zum    früheren    Rittergut    und darüber   hinaus   erweitert   wurde.   Heute   ist die     Dorfanlage     in     großen     Teilen     als Straßendorf anzusprechen. Erstmals    wird    der    Ort    dann    am    23.    Mai 1364     in     einer     Urkunde     genannt.     Mit diesem       Rechtsakt       wird       das       Haus Langenberg     nebst     Zubehör     von     den Vögten   von   Plauen   an   die   Vögte   von   Gera verpfändet.       Unter       den       zugehörigen Dörfern,    die    in    der    Urkunde    aufgezählt werden,    wird    auch    der    Ort    „Palicz“,    das heutige       Pohlitz       erstmals       schriftlich erwähnt. Territorial     gehörte     Pohlitz     damit     zum Gebiet     der     Vögte     von     Gera,     deren Nachfolger   später   bis   zur   Beseitigung   der Monarchien   durch   die   Novemberrevolution das   Fürstentum   Reuß   jüngere   Linie   (Reuß j.L.) wurde. Das    kleine    Rittergut    war    ursprünglich    im Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an Caspar   von   Etzdorf   verkauften.   Von   den Herren    von    Etzdorf    gelangte    es    im    16. Jahrhundert       an       die       Herren       von Wolframsdorf       und       Ende       des       17. Jahrhunderts     wurde     der     Ort     Teil     der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich       gehörte       Pohlitz       bis       zur Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und wurde   danach   der   Kirche   in   Langenberg unterstellt.      Heute      wird      Pohlitz      vom Pfarramt       in       Köstritz       mit       betreut. Nachweislich   gab   es   seit   1568   eine   Schule in Pohlitz. Über   viele   Jahrhunderte   war   der   Ort   ein Bauerndorf,     die     Einwohner     verdienten ihren    Lebensunterhalt    fast    ausschließlich durch   die   Landwirtschaft.   Erst   ab   der   Mitte des      19.      Jahrhunderts      trat      mit      der Anbindung   an   die   Eisenbahnlinie   Gera   Weißenfels   (später   Gera   –   Zeitz   –   Leipzig) und     der     Ansiedlung     von     Saline     und chemischer      Fabrik      Heinrichshall      eine Veränderung      ein.      In      deren      Gefolge nahmen    zahlreiche    Arbeiter,    Handwerker und   Angestellte   ihren   Wohnsitz   in   Pohlitz. Das   Ortsbild   und   die   sozialen   Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die    Einwohnerzahlen    waren    lange    Zeit relativ   konstant   und   wurden   Ende   des   18. Jahrhunderts   mit   170   in   29   Häusern   (ohne Vorwerk, Kirche und Schule) angegeben. Um   1850   wird   über   den   Ort   geschrieben: „Das    ganze    Dorf    besteht    aus    dem    Rittergütchen,    12    Pferdegütern,    7    Hand- gütern,   12   Häuslern,   1   Gemeindehaus,   1 Hirtenhaus,        aus        der        ehemaligen Försterwohnung   und   der   Schul-wohnung, also      36      Wohnhäusern,      in      welchen gegenwärtig    213    Personen    wohnen“.    G. Brückner   berichtet   1871   in   seiner   Volks- und    Landes-kunde    für    das    Fürstentum Reuß     j.L.,     dass     unter     Einschluss     von Bahnhof,    Saline    und    chemischer    Fabrik Pohlitz   aus   3   Kommunalgebäuden   und   41 Privathäusern    mit    21    Scheunen    besteht. Damals    lebten    hier    in    71    Familien    345 Einwohner.          Die          Einwohnerzahlen entwickelten   sich   von   467   (1891)   über   700 (1915),    730    (1926)    bis    zu    1063    (1939, einschließlich      140      Saar-länder).      Die Ortsflur   hatte   einen   Flächeninhalt   von   ca. 380 ha. Wichtige           Ereignisse           aus           der Ortsgeschichte      waren      vor      allem      die Heimsuchungen         durch         plündernde Soldaten   während   des   30jährigen   Krieges. 1641     wütete     die     Pest     im     Ort.     Am 22.03.1723    legte    ein    großes    Feuer    fast den   ganzen   Ort,   einschließlich   der   Schule und    der    Kirche    in    Schutt    und    Asche. Weitere   große   Brände   waren   1780,   1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit            wurde            Pohlitz            in naturwissenschaftlichen   Kreisen   durch   den Meteoriten    bekannt,    der    am    13.10.1819 auf     dem     Rothe´schen     Feld     einschlug. Selbst   der   Geheimrat   Goethe   interessierte sich   für   den   Stein.   Heute   sind   Teile   des Meteoriten          weltweit          in          großen naturwissenschaftlichen           Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung der        Gemeindeange-legenheiten        gibt erstmals    ein    im    Jahr    1659    durch    den Amtmann     in     Gera,     Oswaldt     Leupoldt ausge-stellter   Gemeindebrief   Auskunft.   Im Detail     werden     hier     die     Aufgaben     des Gemeindeschulzen,        die        Rechnungs- legung,   das   Gemeindebier,   das   Reinigen der      Brunnen,      der      Puppenzins,      die Feuerschau,   die   Nutzung   des   Baches   oder der Gemeindewiesen geregelt. Erst      mit      dem      Erlass      einer      neuen Gemeindeordnung    im    Fürstentum    Reuß j.L.      am      13.02.      1850      erfolgte      eine grundsätzliche   Neuordnung   der   rechtlichen Grundlagen.   Nunmehr   regelten   neben   dem Bürgermeister     (Gemeindevorstand)     eine gewählte                       Gemeindevertretung (Gemeinderat)     alle     kommunalpolitischen Angele-genheiten.     1861     wurden     diese grundsätzlichen   Bestimmungen   durch   ein Ortsstatut      für      die      Gemeinde      Pohlitz ergänzt. Am     01.09.1923     wurde     die     Gemeinde Pohlitz        auf        der        Grundlage        des Kreiseinteilungsgesetzes         zwangsweise nach   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Letztlich hatte   diese   Eingemeindung   vorerst   keinen längeren      Bestand,      denn      bereits      am 01.08.1924    wurde    sie    wieder    rückgängig gemacht. Allerdings    erfolgte    ca.    20    Jahre    später nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch die   ameri-kanische   Besatzungsmacht   das endgültige         Ende         der         politischen Selbständigkeit.   Durch   Gesetz   des   Landes Thüringen     wurde     diese     Eingemeindung 1946       rückwirkend       zum       26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach    1990    erhielt    Pohlitz    durch    einen Ortschaftsrat   und   einen   Ortsbürgermeister ein              Mitbe-stimmungsrecht              in Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz, 2014 Der Ortsname und seine Deutung: Der Ortsname Pohlitz, 1364 als P a l i c z 1393 als   P o l i c z , P a l i c e  und  P   o   l   i   t   z      bezeugt,   stammt   entweder   vom südslawischen         p   o   l   e      =      Feld,   Ebene oder  bezogen auf  P a l i c z  vom altslawischen  p   a   l   i   t   i         =      brennen,   d.h.   den   Wald   durch Abbrennen zum Schwinden bringen, ab. Pohlitz,   im   Volksmunde   „Pulz“,   gehörte   mit weiteren    Dörfern    der    Umgebung    zu    den alten      Amts-      und      Küchendörfern      der Herrschaft    Gera,    die    seit    der    sorbischen Zeit,     Spann-     und     Handfrone     für     die Landesherrschaft      in      Tinz,      Gera      und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz,     das     reußische     Nizza,     ist     der wärmste     Ort     im     früheren     reußischen Unterlande,      liegt      am      Ausgang      des Borntales   zur   Elsteraue   und   steigt   von   der Elstertalsohle        nach        dem        dortigen Weinberg   sacht   an.   Der   Kranz,   der   den   Ort umgebenden   Berge   (bis   296   m)   im   Norden und    Osten    (Pöhle,    Vieberg,    Weinberg, Robener-     und     Pönigsberg)     sowie     die Talsohle   im   Westen   und   Süden   machen die    Lage    des    Ortes    mild,    gesund    und angenehm. Der    geologische    Untergrund    (Zechstein und    Auelehm)    aber    tut    ein    Übriges    zur günstigen   Bodenkultur   seiner   Flur,   seines Feld-   und   Obstbaues,   der   Kalkwerke   und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung Heute     ist     Pohlitz     ein     schmuckes     und aktives   Dorf   mit   zeitgemäßer   Infrastruktur und sehenswerter Natur. Besuchen   Sie   uns   doch   einmal   wenn   Sie in   der   Nähe   sind.   Es   gibt   viele   Wege,   die nach Pohlitz führen.
Chronik Pohlitz Chronik Pohlitz
Weitere   Details   finden   Sie   in   der   Chronik: „Bausteine       zur       Ortsgeschichte       von Pohlitz“
Pohlitz (50.9385,12.0249 - 178m ü.NN) liegt    östlich    der    Stadt    Bad    Köstritz,    am Fluss   „Weiße   Elster“,   am   Fuß   und   Hang der       Elsterauen       (südlich       exponierte Hänge).
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Zur Geschichte des Ortes: Ur-   und   frühgeschichtliche   Funde   lassen   bereits   den   Schluss   zu,   dass   in   der   Pohlitzer   Flur   zumindest seit    dem    Neolithikum    (Jungsteinzeit)    eine    Siedlung    bestanden    haben    könnte.    Besonders    die aufgefundenen    Bestattungen,    die    zu    einer    frühen    Friedhofsanlage    gehören    dürften,    stützen    diese Annahme.   Auch   die   in   der   Nähe   des   Dorfteiches   erhaltene   Bebauung   könnte   auf   einen   Anger   als Siedlungskern   hindeuten,   der   erst   später   entlang   der   Dorfstraße   zum   früheren   Rittergut   und   darüber hinaus erweitert wurde. Heute ist die Dorfanlage in großen Teilen als Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer   Urkunde   genannt.   Mit   diesem   Rechtsakt   wird   das Haus   Langenberg   nebst   Zubehör   von   den   Vögten   von   Plauen   an   die   Vögte   von   Gera   verpfändet.   Unter den   zugehörigen   Dörfern,   die   in   der   Urkunde   aufgezählt   werden,   wird   auch   der   Ort   „Palicz“,   das   heutige Pohlitz erstmals schriftlich erwähnt. Territorial   gehörte   Pohlitz   damit   zum   Gebiet   der   Vögte   von   Gera,   deren   Nachfolger   später   bis   zur Beseitigung   der   Monarchien   durch   die   Novemberrevolution   das   Fürstentum   Reuß   jüngere   Linie   (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an   Caspar   von   Etzdorf verkauften.    Von    den    Herren    von    Etzdorf    gelangte    es    im    16.    Jahrhundert    an    die    Herren    von Wolframsdorf und Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Ort Teil der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich   gehörte   Pohlitz   bis   zur   Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und   wurde   danach   der   Kirche   in Langenberg   unterstellt.   Heute   wird   Pohlitz   vom   Pfarramt   in   Köstritz   mit   betreut.   Nachweislich   gab   es   seit 1568 eine Schule in Pohlitz. Über   viele   Jahrhunderte   war   der   Ort   ein   Bauerndorf,   die   Einwohner   verdienten   ihren   Lebensunterhalt fast    ausschließlich    durch    die    Landwirtschaft.    Erst    ab    der    Mitte    des    19.    Jahrhunderts    trat    mit    der Anbindung   an   die   Eisenbahnlinie   Gera   –   Weißenfels   (später   Gera   –   Zeitz   –   Leipzig)   und   der   Ansiedlung von   Saline   und   chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine   Veränderung   ein.   In   deren   Gefolge   nahmen zahlreiche    Arbeiter,    Handwerker    und    Angestellte    ihren    Wohnsitz    in    Pohlitz.    Das    Ortsbild    und    die sozialen Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die   Einwohnerzahlen   waren   lange   Zeit   relativ   konstant   und   wurden   Ende   des   18.   Jahrhunderts   mit   170 in 29 Häusern (ohne Vorwerk, Kirche und Schule) angegeben. Um   1850   wird   über   den   Ort   geschrieben:   „Das   ganze   Dorf   besteht   aus   dem   …   Rittergütchen,   12 Pferdegütern,    7    Handgütern,    12    Häuslern,    1    Gemeindehaus,    1    Hirtenhaus,    aus    der    ehemaligen Försterwohnung   und   der   Schulwohnung,   also   36   Wohnhäusern,   in   welchen   gegenwärtig   213   Personen wohnen“.   G.   Brückner   berichtet   1871   in   seiner   Volks-   und   Landeskunde   für   das   Fürstentum   Reuß   j.L., dass   unter   Einschluss   von   Bahnhof,   Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus   3   Kommunalgebäuden und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten   hier   in   71   Familien   345   Einwohner.   Die Einwohnerzahlen   entwickelten   sich   von   467   (1891)   über   700   (1915),   730   (1926)   bis   zu   1063   (1939, einschließlich 140 Saarländer). Die Ortsflur hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die   Heimsuchungen   durch   plündernde Soldaten   während   des   30jährigen   Krieges.   1641   wütete   die   Pest   im   Ort.   Am   22.03.1723   legte   ein großes   Feuer   fast   den   ganzen   Ort,   einschließlich   der   Schule   und   der   Kirche   in   Schutt   und   Asche. Weitere große Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit    wurde    Pohlitz    in    naturwissenschaftlichen    Kreisen    durch    den    Meteoriten    bekannt,    der    am 13.10.1819   auf   dem   Rothe´schen   Feld   einschlug.   Selbst   der   Geheimrat   Goethe   interessierte   sich   für den   Stein.   Heute   sind   Teile   des   Meteoriten   weltweit   in   großen   naturwissenschaftlichen   Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung   der   Gemeindeangelegenheiten   gibt   erstmals   ein   im   Jahr 1659   durch   den   Amtmann   in   Gera,   Oswaldt   Leupoldt   ausgestellter   Gemeindebrief   Auskunft.   Im   Detail werden    hier    die    Aufgaben    des    Gemeindeschulzen,    die    Rechnungslegung,    das    Gemeindebier,    das Reinigen    der    Brunnen,    der    Puppenzins,    die    Feuerschau,    die    Nutzung    des    Baches    oder    der Gemeindewiesen geregelt. Erst   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Gemeindeordnung   im   Fürstentum   Reuß   j.L.   am   13.02.   1850   erfolgte eine     grundsätzliche     Neuordnung     der     rechtlichen     Grundlagen.     Nunmehr     regelten     neben     dem Bürgermeister      (Gemeindevorstand)      eine      gewählte      Gemeindevertretung      (Gemeinderat)      alle kommunalpolitischen   Angelegenheiten.   1861   wurden   diese   grundsätzlichen   Bestimmungen   durch   ein Ortsstatut für die Gemeinde Pohlitz ergänzt. Am    01.09.1923    wurde    die    Gemeinde    Pohlitz    auf    der    Grundlage    des    Kreiseinteilungsgesetzes zwangsweise   nach   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Letztlich   hatte   diese   Eingemeindung   vorerst   keinen längeren Bestand, denn bereits am 01.08.1924 wurde sie wieder rückgängig gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch   die   amerikanische Besatzungsmacht    das    endgültige    Ende    der    politischen    Selbständigkeit.    Durch    Gesetz    des    Landes Thüringen wurde diese Eingemeindung 1946 rückwirkend zum 26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach      1990      erhielt      Pohlitz      durch      einen      Ortschaftsrat      und      einen      Ortsbürgermeister      ein Mitbestimmungsrecht in Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz, 2014 Der Ortsname und seine Deutung: Der Ortsname Pohlitz, 1364 als   P a l i c z , 1393 als   P o l i c z , P a l i c e  und  P o l i t z  bezeugt, stammt entweder vom südslawischen   p o l e  =  Feld, Ebene oder  bezogen auf  P   a   l   i   c   z      vom   altslawischen      p   a   l   i   t   i         =      brennen,   d.h.   den   Wald   durch   Abbrennen   zum   Schwinden bringen, ab. Pohlitz,   im   Volksmunde   „Pulz“,   gehörte   mit   weiteren   Dörfern   der   Umgebung   zu   den   alten   Amts-   und Küchendörfern    der    Herrschaft    Gera,    die    seit    der    sorbischen    Zeit,    Spann-    und    Handfrone    für    die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz,   das   reußische   Nizza,   ist   der   wärmste   Ort   im   früheren   reußischen   Unterlande,   liegt   am   Ausgang des   Borntales   zur   Elsteraue   und   steigt   von   der   Elstertalsohle   nach   dem   dortigen   Weinberg   sacht   an. Der    Kranz,    der    den    Ort    umgebenden    Berge    (bis    296    m)    im    Norden    und    Osten    (Pöhle,    Vieberg, Weinberg,   Robener-   und   Pönigsberg)   sowie   die   Talsohle   im   Westen   und   Süden   machen   die   Lage   des Ortes mild, gesund und angenehm. Der   geologische   Untergrund   (Zechstein   und   Auelehm)   aber   tut   ein   Übriges   zur   günstigen   Bodenkultur seiner Flur, seines Feld- und Obstbaues, der Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung
Heute   ist   Pohlitz   ein   schmuckes   und   aktives   Dorf   mit   zeitgemäßer   Infrastruktur   und   sehenswerter   Natur. Besuchen Sie uns doch einmal, wenn Sie in der Nähe sind. Es gibt viele Wege, die nach Pohlitz führen.
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Chronik Pohlitz Chronik Pohlitz
Weitere Details finden Sie in der Chronik: „Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz“
Pohlitz (50.9385,12.0249 - 178m ü.NN) liegt   östlich   der   Stadt   Bad   Köstritz,   am   Fluss   „Weiße   Elster“,   am   Fuß   und   Hang   der Elsterauen (südlich exponierte Hänge).
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Heute   ist   Pohlitz   ein   schmuckes   und   aktives   Dorf   mit   zeitgemäßer   Infrastruktur   und   sehenswerter Natur. Besuchen   Sie   uns   doch   einmal,   wenn   Sie   in   der   Nähe   sind.   Es   gibt   viele   Wege,   die   nach   Pohlitz führen.
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Zur Geschichte des Ortes: Ur-   und   frühgeschichtliche   Funde   lassen   bereits   den   Schluss   zu,   dass   in   der   Pohlitzer   Flur   zumindest seit    dem    Neolithikum    (Jungsteinzeit)    eine    Siedlung    bestanden    haben    könnte.    Besonders    die aufgefundenen    Bestattungen,    die    zu    einer    frühen    Friedhofsanlage    gehören    dürften,    stützen    diese Annahme.   Auch   die   in   der   Nähe   des   Dorfteiches   erhaltene   Bebauung   könnte   auf   einen   Anger   als Siedlungskern   hindeuten,   der   erst   später   entlang   der   Dorfstraße   zum   früheren   Rittergut   und   darüber hinaus erweitert wurde. Heute ist die Dorfanlage in großen Teilen als Straßendorf anzusprechen. Erstmals   wird   der   Ort   dann   am   23.   Mai   1364   in   einer   Urkunde   genannt.   Mit   diesem   Rechtsakt   wird   das Haus   Langenberg   nebst   Zubehör   von   den   Vögten   von   Plauen   an   die   Vögte   von   Gera   verpfändet.   Unter den   zugehörigen   Dörfern,   die   in   der   Urkunde   aufgezählt   werden,   wird   auch   der   Ort   „Palicz“,   das   heutige Pohlitz erstmals schriftlich erwähnt. Territorial   gehörte   Pohlitz   damit   zum   Gebiet   der   Vögte   von   Gera,   deren   Nachfolger   später   bis   zur Beseitigung   der   Monarchien   durch   die   Novemberrevolution   das   Fürstentum   Reuß   jüngere   Linie   (Reuß j.L.) wurde. Das   kleine   Rittergut   war   ursprünglich   im   Besitz   der   Vögte   von   Gera,   die   es   1479   an   Caspar   von   Etzdorf verkauften.    Von    den    Herren    von    Etzdorf    gelangte    es    im    16.    Jahrhundert    an    die    Herren    von Wolframsdorf und Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Ort Teil der Köstritzer Paragiatsherrschaft. Kirchlich   gehörte   Pohlitz   bis   zur   Reformation   als   Filial   zu   Caaschwitz   und   wurde   danach   der   Kirche   in Langenberg   unterstellt.   Heute   wird   Pohlitz   vom   Pfarramt   in   Köstritz   mit   betreut.   Nachweislich   gab   es seit 1568 eine Schule in Pohlitz. Über   viele   Jahrhunderte   war   der   Ort   ein   Bauerndorf,   die   Einwohner   verdienten   ihren   Lebensunterhalt fast    ausschließlich    durch    die    Landwirtschaft.    Erst    ab    der    Mitte    des    19.    Jahrhunderts    trat    mit    der Anbindung    an    die    Eisenbahnlinie    Gera    –    Weißenfels    (später    Gera    –    Zeitz    –    Leipzig)    und    der Ansiedlung   von   Saline   und   chemischer   Fabrik   Heinrichshall   eine   Veränderung   ein.   In   deren   Gefolge nahmen   zahlreiche   Arbeiter,   Handwerker   und   Angestellte   ihren   Wohnsitz   in   Pohlitz.   Das   Ortsbild   und die sozialen Strukturen veränderten sich nachhaltig. Die   Einwohnerzahlen   waren   lange   Zeit   relativ   konstant   und   wurden   Ende   des   18.   Jahrhunderts   mit   170 in 29 Häusern (ohne Vorwerk, Kirche und Schule) angegeben. Um   1850   wird   über   den   Ort   geschrieben:   „Das   ganze   Dorf   besteht   aus   dem   …   Rittergütchen,   12 Pferdegütern,    7    Handgütern,    12    Häuslern,    1    Gemeindehaus,    1    Hirtenhaus,    aus    der    ehemaligen Försterwohnung   und   der   Schulwohnung,   also   36   Wohnhäusern,   in   welchen   gegenwärtig   213   Personen wohnen“.   G.   Brückner   berichtet   1871   in   seiner   Volks-   und   Landeskunde   für   das   Fürstentum   Reuß   j.L., dass   unter   Einschluss   von   Bahnhof,   Saline   und   chemischer   Fabrik   Pohlitz   aus   3   Kommunalgebäuden und   41   Privathäusern   mit   21   Scheunen   besteht.   Damals   lebten   hier   in   71   Familien   345   Einwohner.   Die Einwohnerzahlen   entwickelten   sich   von   467   (1891)   über   700   (1915),   730   (1926)   bis   zu   1063   (1939, einschließlich 140 Saarländer). Die Ortsflur hatte einen Flächeninhalt von ca. 380 ha. Wichtige   Ereignisse   aus   der   Ortsgeschichte   waren   vor   allem   die   Heimsuchungen   durch   plündernde Soldaten   während   des   30jährigen   Krieges.   1641   wütete   die   Pest   im   Ort.   Am   22.03.1723   legte   ein großes   Feuer   fast   den   ganzen   Ort,   einschließlich   der   Schule   und   der   Kirche   in   Schutt   und   Asche. Weitere große Brände waren 1780, 1839, 1840 und 1843 zu verzeichnen. Weltweit   wurde   Pohlitz   in   naturwissenschaftlichen   Kreisen   durch   den   Meteoriten   bekannt,   der   am 13.10.1819   auf   dem   Rothe´schen   Feld   einschlug.   Selbst   der   Geheimrat   Goethe   interessierte   sich   für den   Stein.   Heute   sind   Teile   des   Meteoriten   weltweit   in   großen   naturwissenschaftlichen   Sammlungen vertreten. Über   die   Organisation   und   die   Verwaltung   der   Gemeindeangelegenheiten   gibt   erstmals   ein   im   Jahr 1659   durch   den   Amtmann   in   Gera,   Oswaldt   Leupoldt   ausgestellter   Gemeindebrief   Auskunft.   Im   Detail werden   hier   die   Aufgaben   des   Gemeindeschulzen,   die   Rechnungslegung,   das   Gemeindebier,   das Reinigen    der    Brunnen,    der    Puppenzins,    die    Feuerschau,    die    Nutzung    des    Baches    oder    der Gemeindewiesen geregelt. Erst   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Gemeindeordnung   im   Fürstentum   Reuß   j.L.   am   13.02.   1850   erfolgte eine     grundsätzliche     Neuordnung     der     rechtlichen     Grundlagen.     Nunmehr     regelten     neben     dem Bürgermeister      (Gemeindevorstand)      eine      gewählte      Gemeindevertretung      (Gemeinderat)      alle kommunalpolitischen   Angelegenheiten.   1861   wurden   diese   grundsätzlichen   Bestimmungen   durch   ein Ortsstatut für die Gemeinde Pohlitz ergänzt. Am    01.09.1923    wurde    die    Gemeinde    Pohlitz    auf    der    Grundlage    des    Kreiseinteilungsgesetzes zwangsweise   nach   Bad   Köstritz   eingemeindet.   Letztlich   hatte   diese   Eingemeindung   vorerst   keinen längeren Bestand, denn bereits am 01.08.1924 wurde sie wieder rückgängig gemacht. Allerdings   erfolgte   ca.   20   Jahre   später   nach   dem   Ende   des   2.   Weltkrieges   durch   die   amerikanische Besatzungsmacht   das   endgültige   Ende   der   politischen   Selbständigkeit.   Durch   Gesetz   des   Landes Thüringen wurde diese Eingemeindung 1946 rückwirkend zum 26.05.1945 endgültig bestätigt. Nach      1990      erhielt      Pohlitz      durch      einen      Ortschaftsrat      und      einen      Ortsbürgermeister      ein Mitbestimmungsrecht in Angelegenheiten des Köstritzer Stadtteils. Quelle: Bausteine zur Ortsgeschichte von Pohlitz, 2014 Der Ortsname und seine Deutung: Der   Ortsname   Pohlitz,   1364   als         P   a   l   i   c   z   ,   1393   als         P   o   l   i   c   z   ,   P   a   l   i   c   e      und      P   o   l   i   t   z      bezeugt, stammt entweder vom südslawischen   p o l e  =  Feld, Ebene oder  bezogen auf  P   a   l   i   c   z      vom   altslawischen      p   a   l   i   t   i         =      brennen,   d.h.   den   Wald   durch   Abbrennen   zum   Schwinden bringen, ab. Pohlitz,   im   Volksmunde   „Pulz“,   gehörte   mit   weiteren   Dörfern   der   Umgebung   zu   den   alten   Amts-   und Küchendörfern    der    Herrschaft    Gera,    die    seit    der    sorbischen    Zeit,    Spann-    und    Handfrone    für    die Landesherrschaft in Tinz, Gera und Ernsee zu leisten hatten. Pohlitz,   das   reußische   Nizza,   ist   der   wärmste   Ort   im   früheren   reußischen   Unterlande,   liegt   am   Ausgang des   Borntales   zur   Elsteraue   und   steigt   von   der   Elstertalsohle   nach   dem   dortigen   Weinberg   sacht   an. Der   Kranz,   der   den   Ort   umgebenden   Berge   (bis   296   m)   im   Norden   und   Osten   (Pöhle,   Vieberg, Weinberg,   Robener-   und   Pönigsberg)   sowie   die   Talsohle   im   Westen   und   Süden   machen   die   Lage   des Ortes mild, gesund und angenehm. Der   geologische   Untergrund   (Zechstein   und   Auelehm)   aber   tut   ein   Übriges   zur   günstigen   Bodenkultur seiner Flur, seines Feld- und Obstbaues, der Kalkwerke und seiner stattlichen Gärtnereien. Quelle: E.P. Kretschmer, Gera - Aus vergangenen Tagen von Pohlitz und seiner nächsten Umgebung
Pohlitz (50.9385,12.0249 - 178m ü.NN) liegt   östlich   der   Stadt   Bad   Köstritz,   am   Fluss   „Weiße   Elster“,   am   Fuß   und   Hang   der   Elsterauen (südlich exponierte Hänge).